Die ehrliche Wahrheit über Hochzeitsgeschenke
Die meisten Paare wünschen sich Geld – und die meisten Gäste fragen sich, ob das okay ist. Es ist okay. In Deutschland ist ein Geldgeschenk zur Hochzeit vollkommen akzeptiert und wird meist mehr geschätzt als ein weiterer Toaster. Die Kunst liegt darin, das kommunizieren ohne gierig zu wirken.
Geldgeschenke elegant kommunizieren
Auf die Einladung schreiben: „Das Schönste was ihr uns schenken könnt ist ein Beitrag zu unserer Hochzeitsreise / unserem ersten gemeinsamen Zuhause." Dann die Bankverbindung auf einer separaten Karte oder auf eurer Hochzeitswebseite hinterlegen.
Alternativ: Eine Wunschliste mit konkreten Beträgen nach dem Vorbild von Urlaubskatalogen. „Sundowner-Cocktails für zwei: 40 €" oder „Eine Nacht im Traumhotel: 200 €" – das macht das Schenken erlebbar.
Die Erfahrungsliste – für Paare die alles haben
Viele Paare die bereits zusammenleben brauchen keine Haushaltsgeräte mehr. Die Erfahrungsliste ist die moderne Antwort: Statt Dinge zu schenken schenkt ihr Erlebnisse.
- Kochkurs zu zweit
- Heißluftballon-Fahrt
- Weinverkostung auf einem Weingut
- Spa-Tag für zwei
- Konzert oder Theater-Abende fürs erste Ehejahr
Wenn ihr eine klassische Wunschliste führt
Plattformen wie Hochzeitsgeschenkeliste.de, Myregistry oder einfach eine Amazon-Wunschliste funktionieren gut. Wichtige Regeln: Verschiedene Preisklassen abdecken (von 30 bis 300 €), regelmäßig aktualisieren wenn etwas gekauft wurde, und nicht zu viele Positionen – 20 bis 30 Artikel sind ideal.
Wie viel geben Gäste typischerweise?
In Deutschland gelten folgende Faustformeln: Bekannte und Arbeitskollegen: 50–80 €. Freunde: 80–150 €. Enge Freunde und Geschwister: 150–300 €. Eltern des Brautpaares: 500–2.000 €. Das sind Richtwerte – niemand sollte sich durch ein Geschenk finanziell belasten.